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Der Schaft

Um kaum einen anderen Bestandteil des Golfschlägers ranken sich so viele Mythen wie um den Schaft. Teilweise wird sogar behauptet, dass dieser der wichtigste Teil eines Golfschlägers ist. Diese Annahme ist nicht ganz richtig. Wenn der Loftwinkel, der Liewinkel oder das Schlägerkopfgewicht daneben liegen, hilft der beste Schaft nichts. Stimmen hingegen diese Werte und die Golfschlägerlänge, wird der Ball zumindest fliegen und das sogar in eine bestimmte Richtung. Erst jetzt kommt der Schaft ins Spiel.

Ich verwende ausschließlich Schäfte von Firmen die hoch präzise fertigen, eine gute Auswahl unterschiedlicher Modelle besitzen und die mir bestes Material für weniger geübte Spieler, sowie Material für Top Spieler bieten können.

Der Schaftflex - ist die Flexibilität des Schaftes in seiner gesamten Länge und sollte zum Spieler passen. Es gibt zwar Referenzwerte die im Zusammenhang mit der Schwunggeschwindigkeit stehen, aber dieser Wert muss noch an die Schaftlänge und den Schwungstil angepasst werden. Der Gesamtflex wird in cpm gemessen und muss mit der Schlägerlänge und dem Kopfgewicht in Einklang gebracht werden. Misst man zwei Schäfte mit gleichen Flexangaben, darf die Toleranz von einem zum nächsten Schaft maximal 2 cpm betragen. Meist sind es jedoch bei Grafitschäften aus Massenproduktionen bis zu über 20 cpm und bei Stahlschäften gut und gerne 5 cpm.

Das Biegeprofil – wird über eine Zonenfrequenzmessung herausgefunden. Hier wird der Schaft alle 11“ gemessen. Dabei zeigt sich wo der Schaft welche interne Flexibilität hat. Das Biegeprofil muss zum Schwung des Spielers passen und wird vom Schwungstil beeinflusst. Dieses Profil ist hauptverantwortlich dafür wie sich der Schaft während des Schwunges und im Impact anfühlt und wie der Schaft die Flughöhe und den Spin am Ball beeinflusst.

Biegeprofile bei gleichem Gesamtflex

Das Schaftgewicht – hat großen Einfluss auf das Gesamtgewicht, das Schwunggewicht und die Gewichtverteilung des Schlägers und deshalb auch auf das Schlagresultat. Je leichter der Schläger desto schneller kann der Schlägerkopf geschwungen werden. Wird das Gewicht aber zu leicht für den Spieler oder die Spielerin, gerät der Golfschläger außer Kontrolle. Deshalb ist das Schaftgewicht wichtig für die Konstanz der Treffer und somit auf das Schlagresultat.

Die Oszillation – eines Schaftes wird bei Golfschlägern im Handel kaum berücksichtigt. Da sich ein Schaft während des Schwunges über mehrere Achsen biegt und sich dabei leicht ovalisiert, muss gewährleistet sein, dass sich jeder Schaft in einem Set auch gleich verhält. Biegt man einen Schaft, zeigt sich, dass jeder Schaft eine dominante Biegeseite hat, von der er sich wegdreht. Die dominante Seite kann man nur durch eine entsprechende Messung vor dem Einbau feststellen. Schäfte sind an Ihrer dominanten Seite (Spine) ein wenig steifer, je nach Fertigungsqualität kann dieser Unterschied 20cpm betragen. Das kann einer der Gründe sein, warum sich in einem Set manche Schläger, auch für den ungeübten Golfer, unterschiedlich anfühlen.

Grafit Schäfte: Die Bezeichnung ist nicht ganz richtig, da Grafitschäfte meist aus verschiedensten Materialien gefertigt werden. Fiber, Karbon, Zylon, G-Mat, Borom, usw. werden bei sehr hochwertigen Schäften, wie z.B. bei Schäften von MATRIX der Serie OZIK verwendet. Bis zu 20 hauchdünner Materialschichten werden bei nur einem Schaft verwendet. Den Mix von unterschiedlichen Materialien nennt man Composit. Bei Schäften die aus solchen Materialien erzeugt werden, haben die Schaftdesigner alle Möglichkeiten einen Schaft in jedem Detail so zu gestalten, dass sich die Schafteigenschaften in Bezug auf Gewicht, Stabilität, Biegeverhalten, Beschleunigung usw. so verhalten, wie das der Designer wünscht. Ein Compositschaft in wirklich guter Qualität und konstanter Fertigungsqualität ist entsprechend aufwändig zu produzieren. Grafitschäfte gibt es in fast jeder Gewichtsklasse von 39 Gramm bis über 120 Gramm. 

Stahl Schäfte: Bestehen aus einer Legierung von unterschiedlichen Metallen und können somit in Gewicht, Eigendämpfung, uvm. beeinflusst werden. Durch unterschiedliche Wandstärken und Durchmesser über den gesamten Schaftverlauf, kann auch beim Stahlschaft, sehr ähnlich wie beim Grafitschaft, das ganze Schaftprofil geändert werden. Die Möglichkeiten sind ein wenig begrenzter, aber dennoch sehr vielseitig. Dazu muss man sich vorstellen, dass ein Schaft in seiner Länge an fast jedem Punkt sowohl im Durchmesser wie auch in der Wandstärke verändert werden kann. Hinzu kommen noch die Legierungen die pro Schaftmodell geändert werden können. Auch hier ist die Fertigung je nach Qualitätslevel teilweise sehr aufwändig. Die Möglichkeiten im Schaftbau und Design sind bei Stahlschäften ein wenig eingeschränkter aber ein sehr guter Stahlschaft ist meist hochwertiger, wie ein Grafitschaft gleichen Preises. Das Gewicht von Stahlschäften die derzeit angeboten werden reicht von 75 Gramm bis 140 Gramm.

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